Tagesablauf Krippe

Eingewöhnungszeit in der Krippengruppe

Der Eintritt des Kindes in die Kinderkrippe hat für Eltern und Kinder den Charakter der Erstmaligkeit. Für die Familie ist es etwas neues, das eventuell mit Unsicherheit behaftet ist. Um die Trennungssituation von der Familie gut zu gestalten, ist eine behutsame Eingewöhnung in die Krippe notwendig. Dieses geschieht durch die Anwesenheit einer Bezugsperson.
Wir arbeiten in unserem Kindergarten nach dem Berliner Modell. Dafür sollten die Eltern eine Woche Zeit einplanen. In den ersten Tagen wird das Kind von einem Elternteil in die Gruppe begleitet. In dieser Zeit dienen die Eltern dem Kind als Basis, bis sich der Kontakt und eine beginnende Beziehung zur Mitarbeiterin aufgebaut hat. Nach und nach werden die Zeiträume, die das Kind alleine in der Gruppe verbringt, größer – in enger Vernetzung mit den Eltern und bei voller Rücksichtnahme auf das Kind. (siehe „Das Berliner Eingewöhnungsmodell“ Quelle INFANS, Berlin 1990)


Unsere Krippenarbeit:

  • Wir möchten dass sich die Kinder in unserer Krippengruppe wohl und geborgen fühlen. Wir geben ihnen Nähe, Aufmerksamkeit und Sicherheit und begleiten sie in ihrer individuellen Entwicklung. Dafür stehen ihnen zwei feste, im Umgang mit Krippenkindern durch regelmäßige Fortbildungen geschulte Fachkräfte zur Verfügung.
  • Wir nehmen jedes Kind mit seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten als Persönlichkeit ernst.
  • Wir fördern die natürliche Neugier und Lernbereitschaft der Kinder durch gezielte Impulse und Anregungen in sicher gestalteten Räumen für Bewegung und Spiel.
  • Für uns ist es wichtig, dass die Kinder eine gute Beziehung zu den Erzieherinnen in unserer Einrichtung entwickeln.
  • Ein fester Tagesablauf gibt den Kindern eine zeitliche und räumliche Struktur, die für die Entwicklung von Sicherheit und Selbstbewusstsein wichtig ist.
  • Wir möchten, dass die Kinder später gut vorbereitet in die altersgemischten Gruppen der Kindergärten wechseln.

Tagesablauf für die Krippengruppe:

7:00 Uhr – 8:00 Uhr: Frühdienst und Ankommenszeit
Ankommenszeit heißt Begrüßen und Wahrnehmen eines jeden Kindes. Ebenso wichtig ist für die Erzieherinnen sich mit den Eltern auszutauschen um so wichtige Informationen wie – Hat das Kind gut geschlafen? – Gibt es heute etwas Besonderes zu berücksichtigen? – zu bekommen. In der Ankommenszeit werden Impulse für einen harmonischen Beginn des Krippentages gegeben und Neugier auf den Tag geweckt.

8:00 Uhr – 9:00 Uhr: Morgenrunde, Gemeinsames Frühstück und anschließende Körperpflege
Essen, Schlafen und Körperpflege sind für Krippenkinder von großer Bedeutung, denn sie regen die Sinne an und sind die Grundvoraussetzung für eine gesund Entwicklung.
Die Erzieherinnen beobachten jedes Kind sorgfältig und geben Unterstützung wo es notwendig ist, ohne die Kinder in ihrem Streben nach Selbstständigkeit einzuengen. Das heißt die Individualität und der Entwicklungsstand eines jeden Kindes wird berücksichtigt. Durch verlässliche Pflege, Versorgung und genügend Zeit für jedes Kind entsteht eine Bindung zur Erzieherin, die es dem Kleinkind ermöglicht vertrauensvoll und mit dem Gefühl der Sicherheit seine Umwelt zu erforschen und in Besitz zu nehmen.

9:00 Uhr – 10:00 Uhr: Freispiel mit pädagogischen Schwerpunkten
Im Freispiel kann ein Kind durch unterschiedliche Material- und Spielangebote Erfahrungen mit all seinen Sinnen sammeln. In gut vorbereiteten Räumen innen und außen hat es die Möglichkeit sich auf vielfältige Art zu bewegen sowie sich beim Bedürfnis nach Ruhe zurückzuziehen. Angebote an die Kinder sind also gut vorbereitete Räume, um lebenspraktische Dinge wie An- und Ausziehen, selbstständiges Essen, Körperpflege, Sprache und Bewegungsabläufe zu erlernen

11:00 Uhr – 11:30 Uhr: Mittagessen mit anschließender Körperpflege

11:30 Uhr – 13:30 Uhr: Mittagsschlaf bzw. Ausruhen

14:00 Uhr – 15:00 Uhr: Freispiel und Abholen der Kinder Austausch zwischen Erzieherinnen und Eltern:

  • Wie war der Tag, gab es Besonderheiten?
  • Verabschiedung von Kindern und Eltern.